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Geschichte Pekings

Die Anfänge

Während der Sui und Tang Dynastien existierten nur kleine Dörfer in dieser Region, nachdem die Stadt Ji 600 v.Ch. verlassen wurde. Erst im Jahre 938 n.Ch., nachdem die Jin Dynastie (936-947) die Stadt am heutigen Standtort Pekings an die Liao Dynastie abtrat, wurde "Beijing" als südliche Hauptstadt bekannt (aber unter dem Namen Nanjing). 1215 wurde sie von den Mongolen niedergebrannt und als "Große Hauptstadt" wieder aufgebaut.

Ming Dynastie

Während der Ming Dynastie wuchs Beijing zu einer reichen und großen Stadt heran. Eine riesige Mauer, die erst in der Neuzeit durch die 2. Ringstrasse ersetzt wurde, umgab und schützte die Stadt. Die Verbotene Stadt wurde zwischen 1406 und 1420 erbaut, sowie der Himmelstempel (1420) und viele andere Monumente. Während der Ming Dynastie wurde der Tian'anmen zweimal niedergebrannt und erst 1651 wieder vollständig errichtet. Zwischen 1710 und 1825 war Beijing die größte Stadt der Welt und Heimat der Ming und Qing Dynastien.

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

Die Xinhai Revolution im Jahre 1911 wollte eine republikanische Regierung herbeiführen. Leider führte es nur dazu, dass der Anführer 1915 das Chinesische Kaiserreich ausrief und sich selbst zum Kaiser krönte. Nach seinem Tod nur ein Jahr später, brach in den meisten Regionen Krieg um die Herrschaft Chinas aus. 1928 wurde Beijing nach einem vorläufigen Friedensvertrag wieder zur Hauptstadt
Während des 2. Sinojapanischen Krieges fiel Beijing an die Japaner und wurde als Stützpunk für deren Vorherrschaft in Nordchina genutzt. Mit der Niederlage Japans im 2. Weltkrieg aber, wurde Beijing wieder chinesisch.
Am 1. Januar 1949, während des Chinesischen Bürgerkrieges, nahmen kommunistische Truppen die Stadt ein. Am 1. Oktober desselben Jahres verkündete Mao Zedong die Gründung der Volkrepublik China auf dem Tiananmen mit Beijing als Hauptstadt.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute

Als die Volksrepublik China ausgerufen wurde, bestand Beijing aus einem einzigen innerstädtischen Bezirk und einigen Vororten. Seitdem hat sich der Innenstadtkern weiter ausgedehnt und viele Vororte sind dazu gekommen, bzw. wurden zur Innenstadt. Dementsprechend wuchs auch die Bevölkerung an. Die Stadtmauer wurde zwischen 1965 und 1969 niedergerissen und an ihrer Stelle die 2. Ringstrasse gebaut.
Nach den ökonomischen Reformen Deng Xiaopings, wuchs Beijing immer weiter und befindet sich heute an der 6. Ringstrasse! Viele Gebiete ausserhalb der Stadt, die früher landwirtschaftlich genutzt wurden, befinden sich heute in gewerblichen oder Wohngebieten. So ist Guomao das neue Einkaufsgebiet und Zhongguancun das Zentrum für Elektronik.
Als nationale Hauptstadt war Beijing auch der Ort der politischen Aufstände in der jüngsten Vergangenheit. In Tiananmen, Chinas wichtigstem Platz, fanden 1976 und 1989 Proteste statt, die in einer militärischen Razzia endeten. Auch Falun Gong protestierten hier.
Auch Probleme der Urbanisation bestehen, sowie Verkehrsprobleme, extrem starke Luftverschmutzung, den Andrang armer Immigranten (oft aus den unterentwickelten ländlichen Regionen Chinas) und der Verlust historischer Viertel.
Im Jahre 2005 wurde endlich und endgültig entschlossen, dass die Ausbreitung Beijings weiterhin nicht mehr in konzentrischen Kreisen, sondern nur noch im Osten und Westen der Stadt stattfinden kann. Beijing wird Gastgeber der Olympischen Spiele 2008 sein und diese Entscheidung gibt China die Möglichkeit, sich der Welt als modernes und aufgeschlossenes Land zu präsentieren.

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