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Kaiserpalast Gugong und die Verbotene Stadt

AdresseKaiserpalast Gugong und die Verbotene Stadt
nördlich des Tiananmen Platzes, Dong Cheng District, Peking, 100009 China
Peking
ÖffnungszeitenTgl. 8:30- 16 Uhr
Telefon+86 0 10 6512 2255 / +86 0 10 6513 2255

Verbotene StadtAuch als "ehemaliger Palast" bekannt, war dies der kaiserliche Sitz der Ming (1368-1644) und Qing (1644-1911) Dynastien.
Es ist das bedeutendste erhaltene Ensemble klassischer chinesischer Architektur und bildet eine Stadt für sich! Der Himmelssohn lebte als einziger Mann mit Tausenden von Eunuchen und Frauen - der Kaiserin, Konkubinen, Hofdamen und Zofen. Hohe Mauern grenzen die einzelnen Bezirke der »Purpurnen Verbotenen Stadt« gegeneinander ab und es gibt ein Tor in jeder Himmelsrichtungen.
Leider ist der älteste Palast, der jemals hier gestanden hat, der des Mongolenkaisers, nicht mehr vorhanden. Die heute stehende Anlage wurde hauptsächlich zwischen 1406 und 1420 errichtet.
Die Nord-Südachse beinhaltet die grössten und wichtigsten Hallen.
Als 1912 der Kindkaiser Puyi zur Abdankung gezwungen wurde, wurden 1914 zunächst nur die nicht mehr benötigten Thronhallen zur Besichtigung freigegeben. Erst 1925, nach der endgültigen Vertreibung von Exkaiser und Hofstaat, erhielt die Öffentlichkeit erstmals auch zu den Wohnpalästen Zutritt, und die ganze Anlage wurde zum Museum erklärt.

Der kaiserliche Zeremonialweg führt vom Tian'anmen-Platz durch das Tiananmen Tor bis hin zum Mittagstor (Wumen), dem Haupttor des Palastes und das eindrucksvollste der Stadt.

Auf der mächtigen dreistufigen Terrasse des grössten innenhofs erheben sich die drei Thronhallen, die für die wichtigsten Staatsgeschäfte genutzt wurden. Sie heissen Halle der höchsten Harmonie (Taihe Dian), quadratische Halle der Harmonie der Mitte (Zhonghe Dian) und Halle der Bewahrung der Harmonie (Baohe Dian). Das Innere der drei Gebäude ist mit Drachen, dem Symboltier des Kaisers, dekoriert. Die achtzehn Weihrauchgefäße an einer der Treppen verkörpern die Provinzen des Landes; die Sonnenuhr und das Hohlmaß für Korn stehen für die »Maß gebende« Gewalt des Kaisers; Kranich und Schildkröte symbolisieren langes Leben.

Die Halle der höchsten Harmonie ist das mächtigste Gebäude des Palastes und ist der größte klassische Hallenbau des ganzen Landes. Sie wurde zum Geburtstag des Kaisers und bei Thronbesteigungen genutzt, sowie um die glücklichen Namen derer zu verkünden, die die höchste Beamtenprüfung erfolgreich absolviert hatten.

Die zweite Halle wurde für große Zeremonien genutzt, bei denen der Kaiser beispielsweise die Ehrenbezeugungen hoher Beamter entgegennahm. Bei der dritten Thronhalle standen praktische Funktionen im Vordergrund, wie etwa die Bewirtung Tributgesandtschaften.

Im inneren Teil des Palastes kann man den Saal besichtigen, der den Ming-Kaisern als Wohn-, Schlaf- und persönlicher Empfangsraum diente. Die kleine, mittlere der drei Hallen (Jiaotai Dian), deren Name die fruchtbringende Begegnung zwischen dem Männlich-Himmlischen und dem Weiblich-Irdischen beschwört, war die Thronhalle der Kaiserin. Durch das Tor des weiblichen Friedens (Kunning Men) gelangt man schliesslich in den Palastgarten.

Beim Verlassen der Verbotenen Stadt passiert man im nördlichsten Hof noch einen typisch chinesischen Brunnen. Hierzu wird folgende Geschichte erzählt: Als der Hof beim Boxeraufstand im Jahr 1900 vor den anrückenden Alliierten fliehen musste, soll die de-facto Kaiserin Cixi den Eunuchen befohlen haben, die Lieblingskonkubine ihres Neffen, des Kaisers, zu beseitigen. Daraufhin soll das unglückliche Ding in dieses Brunnenloch gestoßen worden sein - offenbar ein Persönchen von feengleicher Zartheit, passt durch das schmale Loch doch gerade ein kleiner Wassereimer.


Anfang des 20. Jhts. wurde er zu einem Museum, indem Besucher eine eindrucksvolle Kollektion an Kulturschätzen besichtigen können.
Die Nationalistische Partei nahm 1949 eine grosse Anzahl dieser Schätze mit nach Taiwan, aber es blieben immer noch ca. 900.000 Ausstellungsstücke.
Hinter dem Palast befindet sich der kaiserliche Hofgarten mit Pavillons, kuriosen Bäumen, einem künstlichen Felsgebirge, einem Tempel und Wegen aus hübschen Mosaiken, der auch einen Besuch wert ist und in dem man gemütlich herumspazieren oder in einem kleinen Teehaus rasten kann.
Niemand lässt sich den Besuch des Kaiserpalastes und der ewigen Stadt entgehen, doch sollte man mindestens zwei Tage einrechnen, um sich wirklich ein gutes Bild machen zu können.

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